Sonntag, 7. September 2008

Dumme Sprüche (Fortsetzung)

Da soll noch jemand sagen, es sein nicht lohnend am Sonntag einen Sprung in die Kanzlei zu machen.
Direkt vor der Tür steht ein BMW 316i mit folgendem schönen Spruch auf der Heckscheibe:Fehlende PS werden durch Wahnsinn ersetztDa wird man nur schwer widersprechen können.

Gefällt mir eigentlich sogar noch besser als der erste Spruch, den ich vor einiger Zeit hier gepostet habe.

Donnerstag, 4. September 2008

Selbstbehalt für starke Nerven

Aus der Deckungszusage einer Rechtsschutzversicherunng:Wir erlauben uns, auf den pro Versicherungsfall vereinbarten Selbstbehalt von 20,00% der Gesamtkosten, mindestens aber 330,60% der Versicherungssumme (€ 55.100,00), das sind € 0,60, hinzuweisen.Im Vergleich dazu sind die meisten Versicherungsbedingungen noch leicht verständlich...

Vorbehaltlich...

Vorsicht ist ja die Mutter der Porzellankiste.
Wenn man seinen Dienstnehmern etwas mitteilen will sowieso.

Ein vorsichtiger Dienstgeber schreibt dem Dienstnehmer (den ich vertrete), dass er gerne verschiedene Dinge von ihm gewusst hätte. Und weil die Stimmung schon ein wenig gespannt ist, setzt er folgenden Satz an das Ende des Schreibens:Vorbehaltlich ergehen Kopien an verschiedene Institutionen.Was mögen das wohl für Institutionen sein ? Und was will er uns mit dem Wort "vorbehaltlich" sagen ?

Ein weiteres Rätsel, das vermutlich nicht zu lösen ist.

Dienstag, 2. September 2008

AMS und das Serviceverständnis

AMS heißt ja , glaube ich, ArbeitsMarktService.
Früher hat es Arbeitsamt geheißen und so ist es im Kundenkontakt auch vereinzelt geblieben.

Heute hat mich ein Klient angerufen. Er sitzt gerade beim AMS und hat das Problem, dass sein Arbeitgeber in der Arbeitsbescheinigung als Beendigungsgrund des Dienstverhäkltnisses "Entlassung" angegeben hat. Das führt dazu, dass man einige Zeit kein Geld vom AMS bekommt.
Tatsächlich haben wir aber einen Prozess geführt, der ergeben hat, dass die Entlassung nicht gerechtfertigt war. Den Dienstgeber dazu zu bringen die Arbeitsbescheinigung entsprechend auszubessern ist aber meist ein steiniger und langer Weg.

Also habe ich meinen Mandanten gebeten, dass er mir den "Servicemitarbeiter" des AMS gibt, damit ich ihn fragen kann, ob ihm allenfalls auch das Urteil reicht, oder wie man sonst die Sache rasch und vernünftig lösen kann.

Kuzes unterdrücktes Murmeln am anderen Ende und dann die Mitteilung meines Mandanten: Der Herr will nicht mit mir sprechen. Wir müssen uns das selbst ausmachen.

Schön, wenn man so agieren kann, offenbar ohne selbst in Gefahr zu kommen seine Arbeit zu verlieren.

Freitag, 22. August 2008

Portokasse & Co

Ein Notar übersieht etwas.
Ja , ja liebe Freunde, auch das kann vorkommen.
Dass er natürlich nicht einsieht, dass er einen Fehler gemacht hat und entsprechend - auf die ohenhin geringe - Schadenersatzforderung mit einer Ablehnung reagiert, überrascht mich nicht sonderlich.

Aber wirklich provokant ist dann seine Antwort auf ein weiteres Schreiben:Sehr geehrter Herr Magister !

Ohne Ihren Rechtsstandpunkt zu teilen, überweise ich Ihnen den Betrag von € 22,41, da es sich für mich nicht lohnt, wegen solcher Bagatellbeträge - ich pflege einen Betrag in dieser Höhe für ein Abendessen zu zweit in einem guten Restaurante als Trinkgeld zu geben - eine Streiterei zu führen.

Mit vorzüglicher Hochachtung.
Das ist doch schön, dass der Herr Notar zumindest im "Restaurante" großzügig ist. Ein wirklich sympatischer und bescheidener Zeitgenosse.

Danke für diese Geschichte (und die Übermittlung des anonymisierten Schreibens) an Klaus !

Donnerstag, 21. August 2008

Hochdeutsch - wenn möglich !

Auszug aus einem Arbeitsvertrag: Der Dienstnehmer hat die Gäste grundsätzlich per "Sie" anzusprechen und tunlichst einwandfreies Hochdeutsch zu verwenden, soweit ihm das möglich ist; jedenfalls ist jegliche Dialektform zu vermeiden.
Immerhin 'mal ein an der Realität orientierter Vertrag.

Samstag, 16. August 2008

Not enough anymore...

Eisbären diskutieren auf youtube über die Vor- und Nachteile des Zoolebens.

Funny !

Und außerdem, weil ich meinem gerade zu Ende gehenden Urlaub 5x auf einem Laufband gestanden bin noch das hier !

Leserbriefe an die Krone II

Wenn ich gewusst hätte, wie unterhaltsam die Leserbriefe an die Krone sind, hätte ich schon früher einen Blick hineingeworfen.

Ein Blick in Österreichs Seele fällt selten so leicht.
Blicken wir mit Herrn Marco Koch:Kaum findet der Wahlkampf der Parteien statt, schon werden wieder mal Wahlversprechen gemacht, die nach der Wahl nicht eingehalten werden. Siehe Studiengebühren, Pensionen, Schule und Infrastrukturen der Zukunft Österreichs in der Wirtschaft und im Leben.
Es wäre endlich an der Zeit, dass sich Parteien zu ihren Fehlern bekennen und erkennen, was sie in Wahrheit verbessern wollen.
Viele ÖsterreicherInnen haben kein Vertrauen mehr in die Politiker, die sich nicht bemühen, ordentlich zu arbeiten.
Dass Jugendliche ab 16 Jahren wählen, ist nicht gut, weil diese keine Ahnung haben; auch sollten die Zuwanderer, die eine Staatsbürgerschaft haben, nicht wählen dürfen, weil diese keine Ahnung haben von Österreichs Politik und Parteien, weil sich viele zu kurz in Österreich aufhalten.
Eben: Haben alle keine Ahnung. Sollten alle viel öfter die Krone lesen, damit sich das schnellstens ändert.

Leserbriefe an die Krone I

Die Kronen Zeitung (österreichisches Pendat zur deutschen Bild, allerdings im Kleinformat) hat ja zu verschiedenen politischen Themen ganz klare, einfache und volksnahe Standpunkte. Derzeit pro SPÖ und contra EU.
Dazu gibt es natürlich auch die passenden Leserbriefe.
Sehr schön finde ich den von Frau Dagmar Leitner (einer "einfachen demokratiebewussten Bürgerin"):Immer wieder haben ein paar Politiker die Schamlosigkeit (aktuell Herr Mock mit seinem Leserbrief), folgenden Unsinn zu behaupten: Die Mehrheit der österreichischen Bevölkerung habe 1994 für den EU-Beitritt gestimmt. Das ist absoluter Schwachsinn.
Beweis fällig? 1994 hatte Österreich ca. acht Millionen Einwohner. Davon waren nur 72% wahlberechtigt. Ein wenig mehr als 80% davon haben eine gültige Stimme abgegeben. Und lediglich von diesen 80% haben zwei Drittel mit Ja gestimmt. (nachprüfbar unter http://www.bmi.gv.at/wahlen)
Für alle, die jetzt nicht so lange rechnen wollen, und für unsere EU-geilen Politiker die Kurzform: Von acht Millionen Menschen in diesem Land haben 3.145.981 mit Ja gestimmt, das sind gerade einmal schlappe 39,32% der Gesamtbevölkerung. Also, liebe Politiker, nicht so viele Märchen erzählen, sondern bei den Fakten bleiben. Und das muss ich Ihnen als einfache demokratiebewusste Bürgerin sagen.
Ja, da kann man noch etwas über die Interpretation von Abstimmungsergebnissen lernen, bei den Lesern der Krone.

Donnerstag, 14. August 2008

Die Uhren gehen anders...

...in Deutschland.
Das konnte ich bei einem kurzen Aufenthalt in München feststellen.
Was soll man dazu sagen ?
Funkuhr

Donnerstag, 24. Juli 2008

Sigmund, schau oba!

Streit zwischen Erben und ehemaligen Lebensgefährten der Verstorbenen - man kennt das ja. Wechselseitige Vorwürfe, diverse Vermögenswerte "verbracht" zu haben, Unterschlagung von Sparbüchern und so weiter und so fort.

Interessant ist allerdings der freudsche Verschreiber, der sich in einem Schriftsatz findet:

"Die beklagte Partei hat diese [diverse böse Handlungen] lediglich deshalb nicht zur Anzeige gebracht, weil sie die angespannte Situation mit der klagenden Partei nicht weiter deeskalieren lassen wollte."

Samstag, 12. Juli 2008

Brieföffner

Der etwas andere Brieföffner.
Gefunden hier.

Wäre eine überlegenswerte Investition für die Kanzlei...

Mittwoch, 9. Juli 2008

Kanonen und Spatzen

Ich darf die geneigte Leserschaft ersuchen diese Mahnung (doc, 178 KB) aufmerksam zu lesen und vorallem dem enormen Rückstand Beachtung zu schenken, der nunmehr erbarmungslos durchgesetzt werden soll.

Schön, nicht ?

Beachtenswert ist natürlich auch die Endsumme.
Inzwischen kann ich aber Entwarnung geben. Nach einigen Telefonaten war klar, dass eigentlich kein Rückstand mehr besteht - es müsse sich um einen Irrtum gehandelt haben.
Glück gehabt...


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Michael Kadlicz

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