Brief eines Kollegen der tatsächlich so geschrieben wurde:Ich danke sehr für Ihren Substitutionsbericht vom...
Weiters darf ich darauf hinweisen, dass bei Rückmittlung meines Substitutionsaktes der Aktendeckel vom Format A4 auf Format A5 zusammengefaltet war, was zu einer unschönen Deformation führt. Ich empfehle, Ihre Kanzleimitarbeiter darauf hinzuweisen, dass ein derartiger Umgang mit Handakten einigermaßen unüblich und jedenfalls nicht wünschenswert ist.Antwortbrief, der nicht geschrieben wurde, da man ja nicht weiß, ob genug Humor auf der Gegenseite vorhanden ist:Sehr geehrter Herr Kollege !
Ich danke für Ihr Schreiben vom... und darf Ihnen mitteilen, dass ich selbstverständlich aufgrund Ihrer Kritik an der Aktenrücksendung unverzüglich Selbstanzeige bei unserer Standesbehörde erstattet habe. Die schuldige Kanzleimitarbeiterin wurde entlassen.
Mit besten kollegialen Grüßen
m.kadlicz - 13. Feb, 16:37
Merke:
Hier nicht herumstöbern. Es sind genug CDs im Hause.
Wunschzettel regelmäßig löschen !
Und überhaupt: Seite aus den Favoriten löschen.
Gleich, na los, äh, na wird's...
m.kadlicz - 12. Feb, 09:18
Man sollte es ja eigentlich nicht glauben, aber Folgendes ist tatsächlich erwähnenswert:
In einer Strafverhandlung gestern am LG Wr. Neustadt hat die Richterin aufmerksam meinem Plädoyer zugehört. Nachdem ich einen rechtlich neuen Aspekt darin aufgeworfen habe, hat sie die Verhandlung vor der Urteilsverkündung für 10 min. unterbrochen, um sich das Rechtsproblem in einem Kommentar anzusehen. Danach erst hat sie das Urteil verkündet. Wobei sie nachvollziehbar begründet hat warum sie meiner Argumentation teilweise nicht folgt.
Und das ist so besonders ? Ja !
Das Plädoyer wird von vielen Strafrichtern dazu genutzt das mündlich zu verkündende Urteil noch kurz zu notieren, oder dazu an das Mittag/Abendessen zu denken, oder dazu die Seele baumeln zu lassen, oder dazu sich zu wundern, warum der Anwalt sich so bemüht, wo doch ohnehin schon feststeht, was 'rauskommt.
Traurig aber wahr.
m.kadlicz - 10. Feb, 06:18
...ein paar Suchanfragen, die in den letzten 24 Stunden auf diese Seite geführt haben:
- mit sakko jugendlich wirken
- über Geschmack lässt sich nicht streiten
Sehr aufschlussreich.
m.kadlicz - 8. Feb, 05:55
...war gestern.
Von der Früh weg wirklich ordentlich gearbeitet und trotzdem das Gefühl gehabt, dass der Aktenberg immer größer statt kleiner wird.
Das hat natürlich 2 Seiten.
1. Schön, dass es soviel Arbeit gibt.
2. Schön wäre aber auch, wenn man sehen könnte, dass man etwas weiterbringt.
Was übrigens auch nur an solchen Tagen passiert: Man sperrt sich durch beharrliches Vertippen bei der Eingabe eines TANs vom Onlinebanking aus.
m.kadlicz - 8. Feb, 05:44
Trotz zweimaligem Studium der Verordnung bin ich mir nicht sicher was eigentlich geregelt wird (ist wahrscheinlich eher was für Techniker).
Aber jedenfalls wurde diese schöne Verordnung geändert mit
BGBl. II Nr. 41/2006.
Schön übersichtlich das Ganze - nichts für Legastheniker !
m.kadlicz - 6. Feb, 09:51
Aus einem Grundbuchsauszug:
TZ der Landtafel 2624/1766 Urkunde vom 30.5.1766
Pfandrecht
4 % Z zur Erhaltung eines ewigen Lichtes in den Gotteshäusern zu Klamm und Prein
Die
Landtafeln waren eine Art Vorgänger des Grundbuchs.
So schöne Eintragungen findet man heutzutage kaum noch.
m.kadlicz - 6. Feb, 09:41
Ich war gerade in der Justizanstalt Wiener Neustadt. Mein potentieller Mandant, der wegen Mordversuchs in Untersuchungshaft ist, weiß eines ganz bestimmt: Mich will er nicht.
Warum das so ist kann er zwar nicht sagen, aber es bleibt dabei.
Die Besprechung hat ca. 45 sec. gedauert.
Der Akt ist schon abgelegt.
Viel Spass wünsche ich meinem "Nachfolger".
m.kadlicz - 6. Feb, 09:35
So groß hat er mich angekündigt - der liebe Kollege!

Und solang ich nicht selber kreativ sein musste, hab' ich dauernd gewusst, was man bloggen sollte, könnte, müsste, ...
So verabschiede ich mich jetzt sicherheitshalber einmal eine Woche in die Semesterferien (
Schiurlaub mit den Kids).
Und dann geht's mit vollem Elan und massenhaft kreativen Einfällen los ;-)
Geht es nach dem Willen der Wiener Fakultät, wird ab Herbst die "Einführung in die Rechtswissenschaften und ihre Methoden" als erste Prüfung bestanden werden müssen, ehe die Studierenden in anderen Fächern antreten dürfen. Das sieht eine neue Studienordnung vor, welche die Fakultät bis Herbst umsetzen will.
Neu daran ist nur, dass man bevor die Einführung nicht bestanden ist, zu keiner anderen Prüfung antreten darf. Eine gewisse Hürde war die Prüfung schon als ich noch studiert habe. Bei dem Termin bei dem ich (knapp) durchgekommen bin lag die Quote der Gescheiterten bei über 90% (!).
(via
diepresse.com)
m.kadlicz - 2. Feb, 06:44
Innovationsschub in der Kanzlei.
Seit gestern wird digital diktiert.
Die Qualität ist um einiges besser und das nervige Hantieren mit (meistens schon ziemlich schwindsüchtigen) Bändern hat endlich ein Ende.
Jetzt müssen wir nur noch das Sekretariat begeistern. Neue Dinge sind ja bekanntermaßen Anfangs eher unbeliebt.
m.kadlicz - 2. Feb, 06:38
Mein Mandant gestern, nachdem der Richter das Scheidungsurteil verkündet hat: kaum jemanden so strahlen sehen.
Schön, wenn man wem eine Freude machen kann.
m.kadlicz - 2. Feb, 06:35
Die meisten Handy-Nutzer fühlen sich bereits nach kurzer Trennung von ihrem Mobiltelefon gestresst.Bei mir ist es eher umgekehrt, aber scheinbar gehöre ich damit ins tiefste Mittelalter.
Die Menschen betrachten ihr Mobiltelefon als menschliches Wesen; es symbolisiert für sie Kontakt, Freundschaft und Aufmerksamkeit", kommentierte der Suchtexperte David Nott aus Southhampton das Ergebnis der StudieTraurig.
(via
diepresse.com)
edit: Völlig richtig merkt ein Kommentar an, dass daher bei mir auch keine
Suchtgefahr besteht :-)
Ein kleiner Schreibfehler, der den Beitrag richtig doppelbödig werden lässt.
m.kadlicz - 31. Jan, 08:05
Unter dieser Überschrift
berichten die Salzburger Nachrichten über eine Entscheidung den OGH (
12 Os 114/05i) in der nur das festgehalten wird, was eigentlich recht klar im Gesetz steht.
Einem 15-jährigem wurde eine Diversion (Reaktionen des Staates außerhalb eines förmlichen Strafverfahrens, also etwa Täter-Opfer-Ausgleich, Geldbuße und gemeinnützige Leistungen - so kurz und treffend im SN-Artikel) angeboten, obwohl er bei einem Verkehrsunfall eine Radfahrerin getötet hatte.
Das geht nicht meint der OGH.
§ 7 JGG (JugendGerichtsGesetz)regelt, dass auch bei Jugendlichen die Normen über die Diversion, die sich in der StPO befinden anwendbar sind. Und dort ist im
§ 90a StPO geregelt, dass ein Vorgehen mit Diversion nur möglich ist wenn "die Tat nicht den Tod eines Menschen zur Folge gehabt hat."
Eine Ausnahme für Jugendliche ist weder im JGG noch in der StPO zu finden.
Allzu drastisch der Täter aber nicht bestraft werden. Das JGG bietet dafür genügend Möglichkeiten.
m.kadlicz - 31. Jan, 07:57
Wie treue Leser schon bemerkt haben, bin ich im Moment ein wenig blogfaul.
Das liegt zwar erfreulicherweise daran, dass ich mich nicht gerade über zu wenig Arbeit beklagen kann, soll aber trotzdem geändert werden.
Mein lieber Freund und Kollege, der auch schon im vorigen Jahr mehrfach Ideen beigesteuert hat, wird deshalb hier als Autor tätig.
Daher in Zukunft auf den Verfasser achten, nicht jeder Unsinn stammt von mir.
m.kadlicz - 30. Jan, 15:30
Roboton war
gestern - heute kommt die selbe Idee unter der schönen Überschrift "ÖZFK Zentrale Firmenkartei für Österreich" daher.
Sieht den alten Roboton-Anboten zum Verwechseln ähnlich, ist allerdings billiger. Der Nutzen dürfte etwa gleich hoch sein...
Auf der Homepage (
www.cd-cti.com) lese ich mit Interesse:
We are a leading business data processing company being active in North America as well as in Europe. Our main goal is to provide business data to clients in countries all over the world. und die Adresse:
CD CTI Limited
610 Nathan Road
8/F Hollywood Plaza Rm 813
Kowloon, Hong Kong
Vielleicht bin ich auch nur überkritisch und das ganze ist super seriös und verstößt überhaupt nicht gegen
§ 28a UWG. Vielleicht aber auch nicht...
m.kadlicz - 25. Jan, 11:53
11 neue Nachrichten.
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Flott gelöscht den ganzen Mist und plötzlich ertönt Musik aus meinem Laptop. Gar nicht mal so unangenehme, aber wo die herkommt bleibt ein Rätsel.
Keine CD im Laufwerk, die sich selbstständig machen könnte, keine Internetseite, die irgendwie Musik verspricht....??
Sollte ich einen Facharzt aufsuchen, oder passiert das alles wirklich ?
m.kadlicz - 25. Jan, 07:35